Fokus im Inbound Marketing: 10 wertvolle Tipps, um deine Aufgaben besser zu priorisieren

Von Vladislav Melnik 19

Ich war ein Chaot.

Ein kreativer Chaot. Aber dennoch ein Chaot.

Kreative haben unendlich viele Ideen. Sie wollen alle davon ausprobieren und haben eine Menge Spaß dabei.

Aber auch kreative Chaoten brauchen Struktur und Ordnung. Ansonsten werden sie nicht fertig und sind einfach nicht produktiv.

Deshalb war ich auch super schlecht im Fokussieren.

Mittlerweile bin ich aber ziemlich gut darin geworden. Vor allem „The One Thing“ und „Focus“ haben mir dabei sehr geholfen und für eine Menge Klarheit gesorgt.

Der Inbound-Marketing-Prozess ist etwas komplex. Es ist schwer, deine Aufgaben richtig zu priorisieren.

Leider gibt es hier keine einfache Lösung. Aber in diesem Beitrag möchte ich dir ein paar wertvolle Tipps mit auf den Weg geben, die dir dabei helfen.

Aber eins nach dem anderen.

Warum ist Fokus so wichtig?

Passend dazu gibt es ein russisches Sprichwort, das den Kern des Ganzen perfekt zum Ausdruck bringt:

Jagst du gleichzeitig zwei Hasen nach, wirst du keinen davon fangen.

Denke mal darüber nach. Jagst du oft zwei Hasen gleichzeitig hinterher? Und wenn nicht, bist du wirklich auf einen Hasen fokussiert?

Auch ist im Inbound Marketing nicht jede Aufgabe gleich wichtig. Es ist auch nicht unbedingt so, dass derjenige Erfolg hat, der am meisten macht. Der, der die richtigen Aufgaben zur richtigen Zeit anpackt, gewinnt. Deshalb musst du deinen Fokus einschränken.

Du musst weniger Dinge tun, dafür aber die Richtigen effektiver.

Mir hat damals die Metapher mit den Dominosteinen wirklich die Augen geöffnet:

fokus dominosteine

Wie mehr Dominos du aneinander reihst, desto mehr Energie setzten sie beim Umfallen frei. Dabei können sie nicht nur gleich große Steine umschmeißen, sondern gewinnen mit jedem Mal mehr Energie und können so viel größere Dinge umwerfen.

Deshalb solltest du jeden Tag deinen ersten Inbound-Domino finden, dich nur darauf fokussieren und alles andere ignorieren.

Mit der Zeit wird das zur Gewohnheit. In der Regel dauert das 66 Tage. Du musst dich also zwei Monate lang für deine Inbound-To-dos motivieren. Danach geht's automatisch.

Aber genug der langen Worte. Kommen wir endlich zu den Tipps.

1. Habe ein Warum, das dich motiviert

Jede gute Unternehmensstrategie braucht ein Warum. Es gibt deinem Unternehmen eine Identität und Motivation. Genau so braucht auch jede gute Inbound-Marketing-Strategie ein Warum, dass sich am besten davon ableiten lässt.

Du brauchst immer ein Grund dafür, warum du tust, was du tust.

Überlege dir daher: Was ist das Warum deines Content Hubs? Warum existiert er? Was möchtest du damit erreichen? In der Regel ist es mehr Wachstum. Aber was tust du Gutes für den Markt? Was ist deine Content-Mission? Was motiviert dich, regelmäßig Content zu veröffentlichen?

Bei uns ist es so, dass wir zur größten und besten Ressource zum Thema Inbound Marketing für kleine Unternehmen werden wollen. Und ich denke, wir sind schon auf einem guten Weg dorthin.

Das ist eine Mission, die mich motiviert.

Mit einem klaren Warum priorisierst du automatisch deine Inbound-Marketing-Aktivitäten. Es beschränkt deinen Fokus und gibt dir eine grobe Richtung, in die du gehen solltest.

2. Habe ein klares Ziel

Mit Inbound Marketing kannst du viele Ziele erreichen. Wichtig ist hierbei, dass du dich für eines entscheidest und nur diesem hinterher jagst! ;)

Das klingt so einfach. Aber ich wette mit dir, sehr viele gehen hier noch nicht fokussiert genug an die Sache heran. Man möchte immer am besten einfach alles mitnehmen.

Meistens geht es um harte Faktoren wie mehr Besucher, mehr Leads, mehr Verkäufe und mehr Umsatz. Aber muss es nicht. Du kannst auch weiche Faktoren wie eine höhere Profitabilität, mehr Markenbekanntheit oder eine stärkere Kundenbindung ins Auge fassen.

Für die Formulierung deiner Ziele gibt es das SMART-Akronym. Aber das ist ein bisschen ausgelutscht und unvollständig. Benutze hier einfach folgende Checkliste:

  • Ist dein Ziel klar?
  • Ist dein Ziel spezifisch?
  • Ist dein Ziel detailliert?
  • Ist dein Ziel messbar?
  • Ist dein Ziel zeitgebunden?
  • Ist dein Ziel herausfordernd?
  • Ist dein Ziel machbar?

Schreibe es danach am besten auf. Studien belegen immer wieder, dass aufgeschriebene Ziele eher erreicht werden.

Bei uns ist es so, dass wir über 100.000 Abonnenten bis zum Jahr 2022 haben möchten. Das ist eine spannende Herausforderung. Davon träume ich schon lange. Deshalb denke ich auch immer daran und überlege mir Strategien, wie wir dieses Ziel erreichen können. Mittlerweile habe ich einen guten Plan und wir legen langsam damit los.

Wichtig ist, dass du ein Ziel auswählst, dein komplettes Inbound Marketing darauf ausrichtest und es konsequent verfolgst.

3. Habe eine klare Content-Positionierung

Du kannst nicht nur Unternehmen, Produkte und Dienstleistungen positionieren, sondern auch deinen Content Hub.

Eine Content-Positionierung ist dementsprechend hauptsächlich die Wahl deines Contents, die Art deines Content und deine Brand Voice. Deine Positionierung ist hier die Linse, durch die dein Content dargestellt wird. Mit der Zeit wird diese Positionierung erkennbar und zu deinem Alleinstellungsmerkmal. Medienunternehmen haben das schon lange erkannt.

Heute konkurriert dein Content mit allen anderen Informationsquellen wie Blogs, Magazinen und Büchern. Deshalb musst du eine Lücke finden. Irgendwas neues, irgendwas anderes. Du solltest dir folgende Frage stellen und beantworten:

Was hebt deinen Content Hub von anderen Informationsquellen ab?

Was macht deinen Content einzigartig? Warum lohnt es sich, deinen Hub zu besuchen? Wie vermarktest du deinen Content? Wie möchtest du auftreten? Möchtest du z. B. als verlässliche „Fachquelle“ wahrgenommen werden? Oder möchtest du spannende und lustige Stories erzählen?

Bei unserem Marketing Blog haben wir tiefen und detaillierten Content zum Thema Inbound Marketing mit einer lockeren Brand Voice und dem Fokus auf kleine Unternehmen im Einsatz. Außerdem gehen wir tiefgründig und praxisbezogen an die Sache heran.

Bei unserem Startup Blog dagegen erzählen wir unsere Startup Journey. Dort benutzen wir eher Stories, Erkenntnisse und Case Studies. Das sind alles Punkte, die uns hier z. B. von klassischen Magazinen unterscheiden.

Wenn du der erste bist, der über das Thema Inhalte veröffentlicht, ist es etwas einfacher. Wenn nicht, solltest du dir eine klare Content-Positionierung überlegen.

4. Erstelle einen Redaktionsplan

Neben einem fesselnden Warum und einem glasklaren Ziel nagelt ein guter Redaktionsplan deinen Content-Fokus fest. Er hilft dir enorm beim Priorisieren.

Brainstorme daher zuerst in einer Session sämtliche Content-Ideen, die dir einfallen. Diese Session soll dir auch helfen, dein Gedächtnis frei zu räumen, damit du dich wieder auf andere Dinge fokussieren kannst.

Liste einfache alle Ideen auf, die du bereits hast. Schreibe sie einfach herunter. Egal wie gut sie im Nachhinein auch sein mögen. Für diese Session und die weitere Redaktionsplanung benutzen wir Trello:

fokus redaktionsplan trello

Wenn das Brainstorming durch ist, planst du einfach die nächsten 1-6 Monate im Voraus. Alleine mit einer Sessions solltest du mindestens genug Ideen für den nächsten Monat haben.

Mache dir außerdem immer Notizen, wenn ein Geistesblitz kommt. Dein Unterbewusstsein kommt manchmal an den verrücktesten Orten auf geniale Ideen. Bei mir gerne unter der Dusche! ;)

Außerdem solltest du deinen Redaktionsplan regelmäßig aktualisieren, um diesen im Fokus zu halten und ihn evtl. sogar noch stärker zu fokussieren. Mindestens ein paar Minuten pro Woche sollten drin sein. Achte daher sehr auf das Feedback, dass du in Form von Shares, Kommentaren, Besuchern, E-Mails und Umfragen bekommst.

Dein Publikum wird dir schon sagen, was ihnen wichtig ist.

Ein Redaktionsplan ist ein erster, einfacher und effektiver Weg, um deine Inbound-Aktivitäten zu fokussieren. Außerdem engt er dich überhaupt nicht ein, sondern nimmt dir sogar die Sorgen, weil du weißt, welche Inhalte in Zukunft noch kommen werden.

5. Habe ein klares Design-Ziel

Seth Godin hat bereits 2001 ein nettes Büchlein mit dem Titel „The Big Red Fez“ geschrieben. Dort ging es um eine einfache, aber brillante Idee:

Jede Webseite braucht einen dicken, roten, fetten Button.

Das musst du natürlich nicht wortwörtlich nehmen. Aber es funktioniert wirklich, wenn du Menschen zum „Hier klicken“ aufforderst. Deinem Besucher muss sofort klar werden, was er als Nächstes zu tun hat.

Das hat auch nichts damit zu tun, dass deine Besucher dumm sind. Deine Besucher haben einfach keine Zeit und keine Aufmerksamkeit. Sie haben Besseres zu tun, als mühselig ihre nächste Handlung herauszufinden. Deshalb muss es offensichtlich sein.

Nicht alle Elemente sind gleich wichtig. Es sollte eine Hierarchie geben. Achte daher bei der Webseitengestaltung darauf, dass sich auf natürliche Art und Weise alles auf dein Ziel ausrichtet. Folgende Skizze zeigt es noch mal genauer:

layout cta

Beim Inbound Marketing ist das Ziel immer ein Call to Action (CTA) mit einem Formular, um seine Kontaktdaten zu hinterlassen. CTAs sind wichtige Elemente, die viele Unternehmenswebseiten noch zu selten verwenden. Wenn du z. B. auf der Startseite keinen CTA hast, dann ändere das bitte schleunigst. Schaue dir mal unsere Webseite an. Erkennst du die Ziele, die wir verfolgen?

Für deine Webseite brauchst du ein Ziel. In der Regel ist das der Verkauf. Für eine Landing Page brauchst du ein Ziel, jeweils die gewünschte Handlung. Für deinen Content Hub brauchst du ein Ziel, am besten das Hinterlassen der Kontaktdaten. Bist du hier fokussiert genug?

6. Kopiere bestehende Konzepte

Ich habe mich neulich mit einem Bekannten unterhalten und ihn genau das gesagt: Kopiere erstmal. Nimm erprobte Konzepte. Das geht schneller. Er meinte aber:

Ich schwimme lieber gegen den Strom.

Jetzt macht er so verrückte Sachen auf seiner Webseite, die vielleicht schön aussehen und spannend sind, aber nichts zum Wachstum beitragen.

Ich weiß, das klingt jetzt vielleicht etwas blöd. Aber du hast einfach nicht die Zeit und das Geld für Experimente. Überlass diesen Spaß erstmal den anderen. Später, wenn alles läuft und du mehr Zeit hast, erst dann kannst du mit eigenen Tests anfangen.

Wir sind mit Chimpify momentan auch viel am Basteln und Neuausrichten. Wir haben z. B. gemerkt, dass E-Books als Leadmagnet bei kleinen Unternehmen gut ankommen. Deshalb werden wir das testen. Und erst später gehen wir die individuellen Tests und wirklich verrückten Ideen an.

Kopiere also Konzepte von Layouts und CTAs. Lasse dich ruhig von anderen Überschriften und Content-Ideen inspirieren. Selbst die Struktur von Beiträgen könntest du kopieren. Gerne auch von uns.

7. Blockiere dir deine Zeit

Wir alle haben wenig Zeit. Wir alle sind viel beschäftigt. Dennoch müssen wir uns Zeit fürs Marketing nehmen. Inbound Marketing ist ein Investment in das zukünftige Wachstum deines Unternehmens.

Deshalb musst du deine Zeit für deine Inbound-Marketing-Aufgaben blockieren.

Deine Zeit zu blockieren ist ein einfacher Weg, um sicherzugehen, dass die Dinge auch wirklich fertig werden. Erst dann fallen die Dominosteine um, erzeugen Momentum und alles wird einfacher.

Im Moment nehmen die Inbound-Aufgaben den größten Teil meiner Zeit in Anspruch. Hierfür blockiere ich mir immer den ganzen Vormittag, also vier Stunden. Dort bin ich am produktivsten. Stephen King macht es z. B. ähnlich. Das ist dann meine ganz persönliche „Inbound Time“. Der größte Batzen hier wiederum ist die Content-Erstellung. Dafür benutze ich meine 3-Tage-Formel. Wenn ich gut bin, packe ich in dieser Zeit zwei Beiträge und eine Podcast-Episode in der Woche.

Jeder Mensch funktioniert unterschiedlich. Teste es deshalb einfach mal aus, wann du inboundmäßig am produktivsten bist. Wenn du keine vier Stunden am Tag hast, mach zwei draus. Selbst eine Stunde am Tag bringt dich langfristig sehr weit.

Blockiere täglich ein paar Stunden Inbound Time in deinem Kalendar. Dein Tagesgeschäft und alle anderen Projekte, To-dos und Meetings müssen warten.

8. Monitore deine Kennzahlen

Früher war ich nicht so kennzahlengetrieben. Ich hatte ein großes Ziel und habe mich davon leiten lassen. Heute schaue ich viel intensiver auf die Kennzahlen.

Erst wenn du hier den Schwerpunkt legst, gehst du deine Inbound-Aktivitäten fokussiert an. Deshalb solltest du dir Folgendes angewöhnen:

Schaue regelmäßig auf deine Kennzahlen, sammle Erkenntnisse und lerne daraus.

Es gibt jetzt eine Menge Kennzahlen, die interessant und wichtig sind. Hier sind die drei wichtigsten:

  • Besucher - Wie viele Besucher hast du im Monat? Wie viele im Durchschnitt pro Beitrag? Wie kannst du das erhöhen?

  • Conversions - Wie viele Conversions für deine Leads und Verkäufe hast du im Monat? Wie viele im Durchschnitt pro Beitrag? Wie kannst du das erhöhen?

  • Conversion Rate - Wie hoch ist deine Conversion Rate für deine Leads und Verkäufe im Monat? Wie hoch pro Call to Action? Wie kannst du das erhöhen?

Momentan haben wir ca. 60.000 Besucher im Monat. Das würde ich gerne endlich auf 100.000 erhöhen. Wie ist die Strategie hierfür? Regelmäßig die richtigen Inhalte veröffentlichen, diese für die Suchmaschine optimieren und monitoren. Das sollte das ausreichen. Außerdem könnte unsere Conversion Rate für die Leadgenerierung viel höher sein. Deshalb testen wir hier demnächst ein cooles E-Book als Leadmagnet inklusive fokussierter Landing Page.

Setze dir also immer ein Ziel und versuche, eine Kennzahl zu erhöhen. Überlege dir danach eine Strategie und Taktiken, um dieses Ziel zu erreichen. Gib dir auch einen ausreichenden Zeitraum dafür. Schaue danach, ob du dein Ziel erreicht hast. Wenn ja, dann klopf dir auf die Schulter und setze dir ein neues Ziel. Wenn nein, dann überlege weiter, wie du das Ziel erreichen kannst. Klingt simpel, ich weiß. Aber machst du das wirklich?

9. Recycle deinen Content

Inbound Marketing hat viel mit Thought Leadership zu tun. Aber irgendwo muss das Wissen ja herkommen. Irgendwo musst du dich inspirieren lassen. Deshalb solltest du immer reichlich Wissen in Form von Büchern, Blogs, Magazinen, Podcasts und Videos aufsaugen.

Bereits beim Wissensmanagement ist es daher schon sinnvoll, sich zu fokussieren. Früher habe ich das gelesen, was ich gerade interessant fand. Aber mittlerweile habe ich ein klares Warum, ein klares Ziel, einen klaren Redaktionsplan und eine klare Linie. Deshalb lese ich nur die Bücher, die ich gerade brauche.

So war das z. B. auch mit „The One Thing“ und „Focus“. Ich habe gemerkt, dass ich damit noch meine Probleme habe. Danach habe ich viele Ideen genommen und daraus diesen Beitrag gemacht. Zack, habe ich etwas gelernt, mein Wissen gefestigt und auch noch ein starkes Marketingmittel erschaffen.

Ein weiterer Punkt ist der Redaktionsplan. Dieser basiert auf meinem Printbuch. Mit dieser Kombination fange ich langsam an, das Buch zu schreiben:

fokus redaktionsplan printbuch

Hier habe ich einfach angefangen und mir eine Struktur überlegt. Anhand dieser Struktur leitet sich unser Redaktionsplan ab. Und anhand des Redaktionsplans werden Beiträge erstellt.

Aber so ein Printbuch ist umfangreich. Deshalb nehmen wir jedes einzelne Kapitel, komprimieren es und verpacken es zu einem E-Book. Dann nehmen wir es und nutzen es als Leadmagnet. Später nehme ich dann alle Beiträge, komprimiere diese extrem und mach daraus ein richtig schönes Printbuch. Vor allem hast du hier den Vorteil, dass du das Buchschreiben in ganz viele kleine Beiträge zerstückelst, die dazu noch eine Marketingfunktion haben. Super effizient, oder?

Du kannst mit dem Recycling echt kreativ werden. Gehe ruhig strategisch an die Sache heran. Und schone dabei die digitale Umwelt! ;)

10. Übe fleißig

Kennst du die 10.000-Stunden-Regel? Sie besagt, dass du nicht sonderlich talentiert sein musst, um gut in etwas zu werden. Du musst nur hart dafür arbeiten. Du lernst zwar nie aus, aber nach diesen Stunden bist du wirklich fit. Macklemore bringt es hier perfekt auf den Punkt:

The greats weren't great because at birth they could paint. The greats were great cause they paint a lot.

Ob die Regel jetzt wahr ist oder nicht, sei dahingestellt. Ich denke, da steckt eine Menge Wahrheit drin. Die ersten drei Jahre (10.000 Stunden bei 70 Stunden pro Woche) sind immer die Lehrjahre.

Wenn ich meine Tätigkeit im Inbound Marketing rückwirkend betrachte, dann waren die ersten drei Jahre wirklich nicht sonderlich produktiv. Aber danach wurde alles einfacher. Mittlerweile bin ich selbst erstaunt, wie einfach es manchmal gehen kann.

Wichtig ist nur, dass du Übung brauchst. Viel Übung. Auch müssen die Stunden nicht 100%ig stimmen. Aber wenn du fleißig übst, wirst du mit der Zeit immer besser im Fokussieren deiner Inbound-Marketing-Aufgaben. Du musst ganz nach der Lean-Startup-Methode einfach mal anfangen. Ist gar nicht so schwer.

Fazit

Ich bin echt happy, dass ich meinen Chaoten mittlerweile ziemlich gut im Zaun halten kann. Genau so chaotisch wirkt auch der Inbound-Marketing-Prozess. Deshalb hoffe ich, dass du es mit diesen Tipps einfacher hast, deine Aufgaben zu priorisieren.

Am Ende hat Fokus viel mit dem Pareto-Prinzip zu tun:

20% der Aufgaben bringen 80% der Ergebnisse.

Fokussiere dich daher auf die 20% und du wirst die gewünschten Ergebnisse erzielen. Schon mal darüber nachgedacht, dass du das Prinzip auch auf sich selbst beziehen kannst? Dementsprechend wäre das Verhältnis dann 96% zu 4%. Das ist Fokus.

Hier noch ein weiterer Punkt, der mir als Perfektionist früher schwer gefallen ist:

Beim Fokussieren kommt immer etwas zu kurz. Das musst du akzeptieren.

Du musst eben zu vielen Dingen „Nein“ sagen, um dich auf die wichtigen Dinge zu konzentrieren. Du musst einfach die richtige Sache, zur richtigen Zeit am richtigen Ort machen. Jup, das ist eine Fähigkeit, die du erlernen und perfektionieren kannst.

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19 Kommentare

  • Hallo Vladislav,
    danke für diesen Artikel - und für mich kam das spannendste am Schluss - das Pareto Prinzip - wenn man dieses einmal verinnerlicht hast Du einen guten Fokus und kannst dann in 10.000 Stunden zum Meister werden.
    Werde mir diesen Artikel gleich ablegen und für mein Marketing nutzen.
    Cu Alex
  • Sehr hilfreich! Habe auf meinem Kanal ein Video dazu gedreht, dass Perfektionismus dein Business zerstört. Es ist einfach so, wenn man zu allem Ja sagt und vor allem alles perfekt haben will, kommt man einfach zu nichts..

    Mfg, Mario von Marketing-Mario
  • Lieber Vladi,

    vielen Dank für den schönen Beitrag. Gerade das Thema Recycling werde ich mir mal zu Herzen nehmen - das passt auch gut zu meinem Blog. ^^

    Alle Liebe,
    Jule
  • Hallo Vladislav,

    die beiden, meiner Meinung nach wichtigsten Ziele, sind von Dir unter no. 1 & 2 aufgeführt. Sicherlich stehen sie nicht ohne Grund ganz weit oben ;o) Denn wenn man seine Ziel erreicht, kann dies nicht nur wirtschaftliche, sondern menschliche Komponenten stark beeinflussen. Wie bspw. das Selbstvertrauen. Und so können Erfolge im Inbound Marketing u.U. zur Verbesserung der eigenen Reputation führen, was wiederum auch dazu führen kann, dass man mehr Vertrauen in sich selbst und seine Fähigkeiten hat. Und ein gutes Selbstvertrauen ist bekanntlicherweise auch die Basis für ein gesundes Selbstbewusstsein. Also könnte man den Ziele auch noch eine emotionale Komponente hinzufügen ;o)

    Viele Grüße aus Berlin,
    Heiko
  • Hey Heiko,

    stimmt, guter Punkt! :)
  • Hey Vladi,
    super Artikel! Wirklich sehr interessantes und spannendes Thema!
    Sich auf etwas zu fokussieren fällt einem nicht wirklich leicht. Ich glaube das ist bei uns Menschen einfach angeboren. Schon als Kind hat man es mit dem fokussieren nicht so, man will sich auf mehr Sachen konzentrieren, mehr Sachen gleichzeitig machen und liebsten nichts davon vernachlässigen.

    Gar nicht so einfach, aber es ist natürlich machbar. Man muss es nur wollen und auch dran arbeiten. Irgendwann klappt es und man hat den Dreh raus und dann läuft es sozusagen von selbst.

    LG
    Brian
  • Hey Brian,

    danke dir! Schöner Gedanke, habe ich so noch nie darüber nachgedacht. Aber stimmt, vor allem Kinder wollen immer alles gleichzeitig. Wir müssen einfach lernen, das Kind in uns zu "bändigen"! :D
  • Hey Vladislav
    Erst einmal finde ich deine Website und Berichte super interessant! Es hilft mir echt weiter, in diesem Bereich der Informationsverbreitung Fuß zu fassen. Ich habe mir vor wenigen Monaten einen Blog erstellt und versuche ihn jetzt so gut wie möglich auszubauen und zu ''vermarkten''.
    Danke für deine super nützlichen Beiträge!
  • Hey Vlad,

    ein toller Artikel mit sehr interessanten Buchempfehlungen. Manche Ansätze waren mir bekannt, dennoch toll in eine Leitfaden zusammengefasst welchen ich mir so wohl mal ausdrucken werde.
  • Hey Nico,

    danke dir! Sehr cool!
  • Mit den Worten: "ich war ein Chaot" hast du mich gekrigt, Vladislav. Erst seit dem ich angefangen habe Lebensbereich für Lebensbereich ordentlicher zu werden klappen viele Dinge einfach leichter. Die Arbeitsergebnisse sind auch wesentlich besser.
    Focus first!
  • Hey David,

    das war der Plan! ;) Ist bei mir auch genau so. Kreative wehren sich gerne gegen Struktur, aber ohne Struktur geht nicht. Auch Musiker produzieren Musik, auch gerne am Fließband.
  • Jedes Jahr wird die Fokussierung vorgenommen, wie auch das Abnehmen. Am Ende sammelt sich doch was an. Ich denke über das Jahr muss ständig angepasst und optimiert werden. Ansonsten wird es schwer alles beizubehalten. Grüße.
  • Hey Alex,

    oh ja, ist ein wichtiger Punkt! Hätte darauf noch mehr eingehen sollen. Aber du musst ständig den Fokus überprüfen und schauen, ob man Dinge abschneiden oder den Fokus noch enger fassen kann.
  • Hi Vladislav, vielen Dank für den Artikel und insbesondere die Buch-Tipps. Die werde ich lesen. Mir hilft manchmal die "eat that frog"-Methode. Diese besagt, dass ich die Aufgabe, die ich aktuell am schlimmsten finde, zuallerst erledige. Um mich daran jeden Morgen zu erinnern, hatte ich eine Zeitlang eine Frosch-Figur auf meinem Schreibtisch aufgestellt. Immer, wenn ich den Frosch gesehen habe, musste ich schmunzeln. Und manchmal ging die "blöde" Aufgabe dann schneller von der Hand :-).
  • Hey Sabine,

    ich kenn die auch unter "Kill the most important dragon first" - ich steh auf Mittelalter. Egal wie man das nennt, einfach die wichtigste Aufgabe auswählen und machen. Am besten sollte es eine Inbound-Marketing-Aufgabe sein! :)
  • Sehr guter Artikel und Tipps, die man wirklich beherzigen sollte. Fokussieren und strukturiert arbeiten ist wirklich nicht immer ganz einfach, gerade dann, wenn mehrere Projekte parallel laufen.
  • Hey Urs,

    vielen lieben Dank! Oh ja, das stimmt. Aber wie oben beschrieben, ohne geht halt auch nicht! :)

Was denkst du?

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